Das Waldecker Lied

Text von August Koch (1890)

Unter allen Landen deutscher Erde,
preis‘ ich Waldeck mein lieb‘ Heimatland.
Bis zum letzten Atemzuge werde
Ihm ich weihen treulich Herz und Hand.

Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch, mein treues, liebes Waldeck es lebe, lebe hoch!

Seht das Land im Schmuck der schönsten Wälder,
wenn der Lenz mit neuer Pracht einzieht,
wenn die Berge, Täler, Wiesen, Felder
grün geziert, soweit das Auge sieht.

Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch, mein treues, liebes Waldeck es lebe, lebe hoch!

Wie so mächtig auf den Höhen rauschen,
Eich‘ und Buche trotzen Sturm und Wind.
Hirsch und Reh im stillen Waldgrund lauschen,
wo der Quell zum klaren Bächlein rinnt.

Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch, mein treues, liebes Waldeck es lebe, lebe hoch!

Echte Deutsche sind in Waldecks Gauen,
Sachs und Franke reichen sich die Hand.
Fürst und Volk einander stets vertrauen,
Lieb‘ und Treue sind ihr festes Band.

Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch, mein treues, liebes Waldeck es lebe, lebe hoch!

Schwarz-Rot-Gold sind meine Landesfarben,
dunkler Nacht folgt gold’nes Morgenrot.
Für Alldeutschland Waldecks Söhne starben,
deutsche Treu‘ bewahrend bis zum Tod.

Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch, mein treues, liebes Waldeck es lebe, lebe hoch!

Fest, oh Waldeck, steht zum deutschen Reiche,
wie dein hohes Felsenschloß so fest!
Grün' und blüh' gleich deiner schönsten Eiche,
stürmt es auch von Osten oder West.

Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch, mein treues, liebes Waldeck es lebe, lebe hoch!

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